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12. Februar 2019 Artikel drucken

Brandenburg vernachlässigt die Ausbildung von Berufsschullehrern

Nachwuchsmangel an beruflichen Schulen wird sich weiter verschärfen: BLV fordert Berufsschullehrerausbildung in Brandenburg

Nach jüngsten Zahlen der Kultusministerkonferenz werden in den nächsten Jahren jährlich bis zu 100 Berufsschullehrer (bei rund 1900 OSZ-Lehrern insgesamt) in den 25 Oberstufenzentren Brandenburgs gebraucht. Der BLV und zunehmend auch die Wirtschaft weisen seit Jahren das Bildungsministerium und die Politik auf den Berufsschullehrermangel hin, leider ohne Erfolg.

„Brandenburg bildet seit 1990 keine eigenen Berufsschullehrer aus. Das kann bei der Konkurrenzsituation zwischen den Bundesländern im Berufsschullehrerbereich nur in die Katastrophe führen.“, kritisiert der Landesvorsitzende des BLV, Thomas Pehle.

Die Universität Potsdam, die sich vornehmlich um die Lehrerausbildung in Brandenburg verantwortlich zeichnet, führt keinen einzigen Lehrstuhl für Berufsschullehrerausbildung und hat auch keine Professorenstellen für diesen Bereich in der Zukunft ausgeschrieben. Die BTU Cottbus lehnt die Ausbildung von Berufsschullehrer ebenso ab.  Damit ist ein hausgemachter Berufsschullehrermangel jetzt schon und auf lange Zeit sichtbar.

„Berufsschullehrer bilden den dringend benötigen Nachwuchs für Industrie, Handwerk und Handel und in den Landwirtschafts- und Gesundheitsberufen aus. Woher soll eigentlich der dringend benötigte Nachwuchs in der Lausitzregion oder in der viel zitierten Uckermark kommen, wenn nicht fachgerecht ausgebildet wird?“ fragt der BLV- Landesvorsitzende Pehle.

„Unsere Ministerinnen Münch (MWFK) und Ernst (MBJS) müssen gemeinsam mit der Landesregierung endlich initiativ werden und auf schnellsten Wege diesem Mangel abhelfen. Es müssen Taten folgen.“ Schlussendlich warten auch die Lehrkräfte an den beruflichen Schulen in Brandenburg auf die nötige Anerkennung ihrer Arbeit durch die Landesregierung.

Der BLV fordert daher:

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