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21. Januar 2019 Artikel drucken

Qualität der Ausbildung von Erziehern und Erzieherinnen darf nicht sinken

Fachschulausbildung unbedingt beibehalten

Der BLV fordert im Zusammenhang mit der Diskussion zur Umsetzung des „Gute-Kita-Gesetzes“ alle Verantwortlichen auf, die Anforderungen an die Fachkräfte für den Bereich der Kindertagesbetreuung beizubehalten. Qualität darf nicht zugunsten der Quantität aufgegeben werden!

Die Ausbildung der staatlich anerkannten Erzieher und Erzieherinnen muss auch zukünftig in der Fachschule für Sozialpädagogik in den Oberstufenzentren erfolgen. Wichtig ist die Verzahnung der beiden Lernorte. Schule und Praxis tragen gemeinsam Verantwortung für die Qualität der Ausbildung und müssen für die Wahrnehmung der Aufgaben entsprechend mit personellen Ressourcen ausgestattet werden.

„Eine Deprofessionalisierung dieses Berufes, wie sie bereits in anderen Bundesländern aus Quantitätsgründen stattfindet, ist nicht hinnehmbar“, führt der Landesvorsitzende des BLV, Pehle aus und weiter „Wir dringen darauf den in Brandenburg erreichten Stand in diesem Bereich aufrecht zu erhalten.“

Von den insgesamt in den Einrichtungen der Kindertagesbetreuung beschäftigen Fachkräften bildet die Personalgruppe der staatlich anerkannten Erzieher und Erzieherinnen mit 93 % den größten Anteil. Die derzeitige Ausbildung bereitet die Erzieher und Erzieherinnen auf die selbständige Wahrnehmung von Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsaufgaben für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter bis 27 Jahre in den verschiedenen Arbeitsfeldern vor. Erzieher und Erzieherinnen arbeiten familienergänzend, -unterstützend oder -ersetzend.

Eine Qualifizierung von Erziehern und Erzieherinnen für alle Arbeitsfelder der Kinder- und Jugendhilfe in der Fachschule erhöht die Attraktivität der Ausbildung. Auch die tätigkeitsbegleitende Ausbildung in Teilzeitform ist für die Anstellungsträger eine gute Möglichkeit der Personalgewinnung und Personalbindung und sollte verstärkt angeboten werden. Im Land Brandenburg gibt es diese Teilzeitform schon viele Jahrzehnte.

Unser ausführliches Positionspapier ist hier downloadbar (PDF).

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