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5. Mai 2017

Berufsschultag
19. Oktober 2017 Artikel drucken

BLV stellt sein Attraktivitätskonzept für OSZ den Fraktionsvorsitzenden und Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE vor

Der BLV bat im Juni 2017 die Fraktionsvorsitzenden der SPD, CDU und DIE LINKE um ein Treffen.Ziel war es, die Vorstellungen der Gesprächspartner auszuloten, wie eine Attraktivitätssteigerung des Lehrerberufes und der Oberstufenzentren in Brandenburg zu erreichen ist. Der BLV hat in der letzten Zeit klar beschrieben, dass Lehrkräfte an beruflichen Schulen mit ihrem unterschiedlichen Ausbildungsprofilen eine hohe Verantwortung tragen, die nur sehr bedingt mit anderen Schulformen vergleichbar sind.

Das am nun 17.10. stattfindende Gespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden der LINKEN Herrn Christoffers, der bildungspol. Sprecherin Frau Dannenberg und der Vorsitzenden des Ausschusses für Bildung, Frau Große (nicht im Bild), ließ die unterschiedlichen Prioritätensetzungen, aber auch Gemeinsamkeiten erkennen. Einig war man sich in der Grundrichtung: Lehrkräfte, die mit E10 und E11 gute Arbeit machen, müssen mehr Geld erhalten. Frau Dannenberg: „Wir wollen, dass zunächst diejenigen, die schon länger in den Schulen agieren und noch immer in den unteren Gehaltsgruppen sind, höhergestuft werden. Das ist Wertschätzung von jahrelanger Arbeit.“ Pehle ergänzt: „Dies kann auch mit Zulagen geschehen, da wir mit diesem Instrument schneller und flexibler reagieren können.“ Der Fraktionsvorsitzende Christoffers betont, dass das „System stabilisiert werden muss“.

Weiter haben die Abgeordnete der Linken auf Ihrer Informationstour durch die OSZ festgestellt, dass Sie zufriedene Kolleginnen und Kollegen angetroffen haben. Die Frage der Beförderungsstellen kam da nicht auf. Die BLV- Vertreter betonten: OSZ- Lehrkräfte sind Praktiker. Manchmal stellen sie aber ihre eigene Person hintenan. Daher ist es wichtig, dieses Instrument der Beförderungsstellen, die auch pensionswirksam sind, intensiver einzufordern.

Der BLV hält fest: Eine Einstufung nur nach Abschluss kann für die Lehrkräftegewinnung und -besoldung an OSZ nicht ausschlaggebend sein. Die Berücksichtigung der Alleinstellungsmerkmale der OSZ, wie Unterricht in fünf Schulformen oder die Anforderungen der Industrie 4.0, der Digitalen Bildung sowie die Konkurrenzsituation zur Wirtschaft um die besten Köpfe erfordern mehr Anstrengungen von Politik und MBJS. Daher halten wir die Ausreichung von Beförderungsstellen und die Schaffung eines Attraktivitätskonzeptes mit dem Aufbau eines Zulagensystems für OSZ für unvermeidlich.

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