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30. Juni 2017 Artikel drucken

BLV fordert Attraktivitätskonzept für OSZ

BLV-Vorstand bei den Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD

BLV fordert Attraktivitätskonzept für OSZ
Fotos: BLV Brandenburg
Der Brandenburgische Lehrerverband war in der Sitzungswoche bei den Fraktionsvorsitzenden der CDU, Ingo Senftleben und dem Fraktionsvorsitzenden der SPD, Mike Bischoff, zu Gast. Schwerpunkt der Gespräche aus BLV-Sicht waren Maßnahmen der Attraktivitätssteigerung der Berufsgruppe der OSZ-Lehrkräfte.

„Die OSZ haben schon lange mit Nachwuchssorgen zu kämpfen. Mit den Einstiegsgehältern können wir keine Quer- und Seiteneinsteiger aus der Industrie gewinnen. Aber auch die heterogene Schülerschaft und die unterschiedlichen Schulformen stellen die Lehrkräfte vor große Herausforderungen. Eine Einstufung nur nach Abschluss kann für die Lehrkräftegewinnung an OSZ nicht ausschlaggebend sein. Daher halten wir die Ausreichung von Beförderungsstellen und den Aufbau eines Zulagensystems für OSZ im Zusammenhang mit einem schlüssigen Attraktivitätskonzept für unvermeidlich.“, fordert der BLV-Vorsitzende und bietet eine intensivere Zusammenarbeit mit beiden großen Fraktionen an. SPD und CDU griffen diesen Gedanken auf.

Der BLV vereinbarte weitere Treffen, um die Sacharbeit auf diesem Gebiet auszuweiten. Ein Entschließungsantrag der SPD fordert zudem die Landesregierung unter Beteiligung der Gewerkschaften und Verbände auf, bis 2. Quartal 2018, ein Konzept zur Attrakivitätssteigerung vorzulegen. Der BLV erwartet hier signifikante Verbesserungen im OSZ-Bereich, die nicht nur auf die Besoldung abstellt, sondern auch die Alleinstellungsmerkmale der Oberstufenzentren im Land Brandenburg berücksichtigt. Der BLV erkannte aus beiden Gesprächen die Bereitschaft, berufliche Bildung nach Kita und SEK I nun stärker in den Fokus zu nehmen. Der BLV wird beide Parteien daran messen. (Die Fraktion Die Linke hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gemeldet.)

Die Besoldungserhöhung für die Brandenburgischen Beamten wurde am Donnerstag mehrheitlich durch den Landtag beschlossen. Sie erhalten in den nächsten vier Jahren neben der 1:1 Tarifübernahme jeweils 0,5% mehr Geld (gesamt 2017: 2,45% und 2018: 2,85%). Weiter werden einmalig 2000€ in vier Jahresschritten (800/600/400/200€) gezahlt. So soll die nicht verfassungskonforme Besoldung ausgeglichen werden. Die zukünftigen Besoldungsanpassungen für 2019 und 2020 werden ebenfalls übernommen und auch die Pensionäre berücksichtigt. Lehrkräfte mit SEK I Abschluss werden ab August 2017 in die A13 eingruppiert.

BLV Medieninfo (PDF)