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21. Juni 2016 Artikel drucken

Resümee des Berufsschultages „OSZ 2020 – Leistungsfähig in die Zukunft?!“

Resümee des Berufsschultages „OSZ 2020 – Leistungsfähig in die Zukunft?!“
Fotos: BLV Brandenburg
Der Brandenburgische Lehrerverband beruflicher Schulen führte am 28. Mai 2016 den 6. Berufsschultag unter dem Motto „OSZ 2020 – Leistungsfähig in die Zukunft?!“ am Eduard-Maurer-Oberstufenzentrum in Hennigsdorf durch.

Dieser regelmäßig alle drei Jahre stattfindende Tag würdigte die Arbeit unserer Lehrkräfte an Oberstufenzentren. Er bot gleichzeitig ein Forum, um über die anstehenden Aufgaben der Oberstufenzentren innerhalb der Brandenburgischen Bildungslandschaft zu diskutieren.

Alle anwesenden Lehrerinnen und Lehrer machten stellvertretend für alle 1800 Beschäftigten der OSZ deutlich, dass sie sich auch für die jetzigen und kommenden Generationen von jungen Menschen als Begleiter auf dem Weg in die Berufswelt, als Partner und Berater verstehen. Dem schlossen sich die Vertreter der Kammern, Wirtschaft und der Ministerien an. Allerdings vermissten wir trotz Zusage Mitglieder der Landtagsfraktionen.

Die täglichen Herausforderungen im Unterricht spiegeln neben fachlichen und pädagogischen auch immer stärker gesellschaftliche Fragestellungen. Es wurden Fragen diskutiert, die die aktuellen Entwicklungen bzgl. der Beschulung von Flüchtlingen aufzeigten, genauso wie der Erhalt der regionalen Bildungsangebote. Hat eine Region ohne ein breites berufliches Angebot überhaupt eine Zukunft?

In der Podiumsdiskussion gab es Konsens in der Auffassung, dass nur die kooperative Zusammenarbeit aller Akteure zum gemeinsamen Ziel, der Fachkräftesicherung in Brandenburg, führen kann.

Dem Staatsekretär, Dr. Drescher, wurde mit auf den Weg gegeben, dass für die weiterführenden Schulen mehr personelle Ressourcen zusätzlich hingegeben werden müssen, um sich der individuellen Berufs- und Studienorientierung widmen zu können. Die Beratung des einzelnen Schülers und die persönliche Begleitung werden immer wichtiger, um auf Berufe wie Koch, Fleischer; Restaurantfachmann, Gebäudereiniger, um nur einige zu nennen, intensiv eingehen zu können und aufzuzeigen, wo in der Region die passenden beruflichen Perspektiven vorhanden sind, um so auch die OSZ zu stärken.

Voller Sorge musste zur Kenntnis genommen werden, dass sich im Fachseminar Cottbus kaum noch Referendare für das Lehramt der beruflichen Bildung befinden. Der Staatsekretär, Dr. Drescher, stellte Überlegungen zur Etablierung eines solchen Studienganges in Cottbus vor. Aber bis dahin müssen sich mehr junge Leute für unser eigenes Lehramt interessieren. Ihnen müssen ihre möglichen Perspektiven aufgezeigt werden, die aufgrund der jetzigen Altersstrukturen sehr aussichtsreich sind. Gleichzeitig müssen wir bei der Besoldung von den hinteren Plätzen im Länderranking weg und, was besonders unter den Nägeln brennt: Beförderungsstellen müssen in Brandenburg endlich ausgereicht werden. Das ist eine unendliche Geschichte.

In den folgenden Fachforen kamen die Kolleginnen und Kollegen miteinander ins Gespräch und konnten gleichzeitig Anregungen für die eigene Arbeit oder die persönliche Fürsorge mitnehmen.

Ein Dankeschön geht an alle Akteure, die diesen Tag mit viel persönlichem und zeitlichem Engagement vorbereitet haben. Bis zum 7. Berufsschultag in drei Jahren.